Mouches Volantes: Leuchtstruktur des Bewusstseins und Meditation mit offenen Augen.
Fragen und Antworten von Floco Tausin zum Thema: Glaskörpertrübungen bzw. Mouches volantes  oder fliegende Mücken.
Mouches volantes und das Bewusstsein
Ganzheitlich Sehen: Floco Tausin's Newsletter.
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News: Ganzheitlich Sehen

"Ganzheitlich Sehen"

3/24 (Nr. 61)
ISSN 1662-808X
Ganzheitlich Sehen News Linie

Inhalt

Aktuelles
Mouches volantes als Quelle der Inspiration

Leuchtstruktur in Natur
Raum I

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Einführung

Hallo, mein Name ist Floco Tausin.
Ich bin Autor und Bewusstseinsforscher mit kulturwissenschaftlicher und seherisch-spiritueller Ausrichtung.

Ganzheitlich Sehen ist mein Newsletter, der die Entstehung der Buchreihe Neun Lichter begleitet. Neun Lichter ist ein mystischer Roman, der die Erzählung von Mouches Volantes - Die Leuchtstruktur des Bewusstseins fortsetzt.
Buchreihe: Mouches Volantes und Neun Lichter
Buchreihe: Mouches Volantes und Neun Lichter (Quelle)

In Ganzheitlich Sehen erforsche ich so genannte entoptische Phänomene. Das sind subjektive Lichterscheinungen, die durch innere Prozesse (physiologische, psychische, spirituelle) entstehen. Der Fokus liegt auf der „Leuchtstruktur“, einer Lichterscheinung, die oft mit der Glaskörpertrübung namens Mouches volantes verwechselt wird. Die Emmentaler Seherinnen und Seher, bei denen ich das Sehen erlernt habe, verstehen die Leuchtstruktur als ersten strukturierten Ausdruck des Bewusstseinslichts. Sie nutzen die Leuchtstruktur als Objekt für das „Sehen“, eine Art Meditation mit offenen Augen.

Ganzheitlich Sehen erscheint 3–4 x pro Jahr. Neben aktuellen Mitteilungen wechseln sich folgende drei Rubriken ab:

Leuchtstruktur in Natur: Diese Rubrik folgt der seherischen Erkenntnis, dass Bewusstsein die Ursache aller Existenz ist, und dass die strukturellen Prinzipien des Bewusstseinslichts auch den Aufbau der Materie und des Lebens organisieren. Durch die Betrachtung von Naturerscheinungen spüre ich diesen Prinzipien nach und eröffne dadurch wiederum einen frischen Blick auf die Leuchtstruktur.

Bilder und Stimmen: Visionäre Kunst zeigt uns Welten, die mit unserem Alltagsbewusstsein kaum zugänglich sind. Dazu gehört die Erfahrung des inneren Lichts in vielfältigen Formen – von Visionen, über entoptische Erscheinungen bis zur Leuchtstruktur. In dieser Rubrik präsentiere ich Bilder und Stimmen entsprechender Künstlerinnen und Künstlern.

Nestors Praxistipps: Der Weg des Sehens ist ein Weg der Ekstase. Das bedeutet, dass wir Energie aufbauen, verfeinern, zum Fliessen bringen und als Ekstase wieder freigeben, um die Leuchtstruktur aufleuchten zu lassen. Dies setzt ein achtsames und bewusstes Verhalten in allen Aspekten des Lebens voraus. Um diesen Weg zu gehen und das Sehen der Leuchtstruktur zur meditativen Praxis zu entwickeln, präsentiere ich Ratschläge von Nestor, meinem Lehrer.

Wenn du meine meine unabhängige Arbeit mit einem thematischen Beitrag, einem Einkauf im Leuchtstruktur Shop oder einer Spende unterstützen möchtest, hast du hier die Möglichkeit dazu. Als Dankeschön erhältst du freien Zugang zum Mitglieder-Bereich, wo du alle meine veröffentlichten und unveröffentlichten Artikeln findest.

Aktuelles

Mouches volantes als Quelle der Inspiration


Entoptic Art, Engel, UFOs, holografische Weltmodelle, Carlos Castaneda und Nahtoderfahrungen

Der Autor, Floco Tausin beschäftigt sich mit der Frage, wo und wie die Leuchtstruktur als Inspirationsquelle gewirkt haben könnte.
Mouches volantes als Quelle der Inspiration
Mouches volantes als Quelle der Inspiration (Quelle)

Mouches volantes als Quelle der Inspiration

Bewusstseinsintensivierung, Ekstase und Meditation mit offenen Augen in der Praxis eines Sehers

Leuchtstruktur Verlag 2023
ISBN 9783907400333

Alle haben sie, fast alle sehen sie, und nur wenige schauen hin: die vereinzelten, transparenten und beweglichen Punkte und Fäden im Blickfeld. In der Augenheilkunde werden sie „Mouches volantes“ genannt und als Glaskörpertrübung verstanden.

Doch stimmt diese Erklärung? Der Autor, Floco Tausin, folgt in diesem Buch der seherischen Erfahrung, dass Mouches volantes keine Glaskörpertrübung, sondern eine leuchtende Struktur und ein Ausdruck unseres Bewusstseinszustandes sind.

In dieser Sammlung von früher veröffentlichten und überarbeiteten Texten beschäftigt sich der Autor mit der Frage, wo und wie die Leuchtstruktur als Inspirationsquelle gewirkt haben könnte. Die Texte behandeln die Themen Kunst, Engel, UFOs, Holografische Weltmodelle, Carlos Castaneda und Nahtoderfahrungen.

Erhältlich als Taschenbuch (Taschenuch, 162 S. und 34 Abb.) oder E-Buch im Leuchtstruktur Shop, oder in der Buchhandlung Ihrer Wahl.

Leuchtstruktur in Natur

Für die Seher ist Bewusstsein die Ursache aller Existenz. Aus dem fliessenden Bewusstseinslicht entsteht die Leuchtstruktur. Deren Grundprinzipien organisieren im Grossen wie im Kleinen den Aufbau und das Funktionieren von Leben. Der Blick in die Natur eröffnet einen Zugang zu den leuchtenden Kugeln und Fäden.

Raum I
Relativistische Raumeffekte und Bewusstsein

Raum ist für uns etwas Alltägliches. Wir bewegen unsere Körper im Raum und durch den Raum. Wir leben in Wohnräumen, reisen durch geografische Räume, erkunden Kulturräume, schaffen Begegnungsräume und beanspruchen Freiräume. Raum erfahren wir aber auch im zwischenmenschlichen Austausch, etwa wenn wir in reale oder virtuelle Interaktionsräume eintreten. Auch in unserem Inneren gibt es Raum, Wahrnehmungsräume etwa, oder Denkräume. Ohnehin ist Raum immer auch Bewusstseinsraum, da wir äussere und innere Räume nur durch unser Bewusstsein erfahren können. Jedenfalls spielt sich unser Leben so selbstverständlich im Raum und in Räumen ab, dass wir kaum je darüber nachdenken, was Raum eigentlich ist.

Frühe Philosophen haben im Rahmen kosmologischer Vorstellungen über den Raum nachgedacht: Ist Raum endlich oder unendlich? Ist er materiell oder nicht materiell? Gibt es ein Vakuum, also leeren Raum, oder nicht? Abhängig von ihrem Wissen und ihrem Weltbild haben die Menschen diese grundlegenden Fragen durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder neu beantwortet. Ab dem 17. Jahrhundert wurde der Raum mit den Mitteln der klassischen, massgeblich von Isaac Newton geprägten Physik erforscht. Frühe Physiker beschrieben den Raum noch weitgehend so, wie wir ihn aus unserer Alltagserfahrung kennen: als eine Art Bühne, auf der die Körper und Elementarteilchen ihr Spiel in drei Dimensionen und nach dem Drehbuch der Naturgesetze spielen.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch veränderte sich das physikalische Verständnis des Raums erheblich. Neue Einsichten haben einerseits Albert Einsteins Relativitätstheorie gebracht, die das Licht, die Zeit und den Raum in kosmischen Massstäben beschreibt. Hier ist der Raum – zusammen mit der Zeit zur „Raumzeit“ vereinheitlicht – nichts Statisches, sondern weist insofern eine flexible Geometrie auf, als er sich unter bestimmten Umständen verkürzt und krümmt. Die Quantenphysik andererseits erforscht den Raum im Bereich des Allerkleinsten, also der Elementarteilchen. Laut der Quantenfeldtheorie entstehen und vergehen im leeren Raum, im Vakuum, spontan Teilchen-Antiteilchen-Paare. Diese sog. Vakuum- oder Quantenfluktuationen und ihre Wechselwirkungen lassen sich als grundlegende Struktur des Raumes verstehen. Noch weiter gehen Ansätze, die den Raum selbst als emergentes Phänomen begreifen. Dies bedeutet, dass der Raum selbst nicht fundamental ist, sondern aus tiefer liegenden Strukturen entsteht, ähnlich wie die uns bekannte Materie aus dem Zusammenspiel von Elementarteilchen entsteht. Viele Physikerinnen und Physiker hoffen, dass sich auf dieser tiefer liegenden Ebene die Relativitätstheorie und die Quantentheorie zu einer Theorie der „Quantengravitation“ vereinigen lassen. Seit gut einem Jahrhundert wird nach so einer vereinheitlichten „Theorie von allem“ gesucht, die sowohl die mikroskopische wie auch die makroskopische Welt beschreiben kann. Die beiden vielversprechendsten Ansätze hierzu sind die Stringtheorie und die Schleifenquantengravitation – beide haben durch Berechnungen spezielle Strukturen modelliert, durch die der Raum erzeugt wird.

Aus heutiger physikalischer Sicht ist Raum also keine statische Bühne, wie es unsere Alltagserfahrung nahelegt. Sondern Raum ist ein dynamisches Gebilde und selbst Teil des natürlichen Schauspiels. Betrachten wir die Effekte und Strukturen, die die genannten physikalischen Theorien dem Raum zuschreiben, können wir einige Parallelen zum Sehen mit dem inneren Sinn und zur Leuchtstruktur erkennen (Tausin 2010, 2023, vgl. News 3/10). Könnte die Leuchtstruktur und ihre Effekte also die Grundlage dessen sein, was wir „Raum“ nennen? Könnte Bewusstsein sogar identisch sein mit dem Raum? In diesem ersten Teil des Artikels wenden wir uns der Relativitätstheorie von Albert Einstein zu.



Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie

Wir kennen es aus dem Alltag: Ein Auto rast mit 100 km/h an uns vorbei. Doch seine Geschwindigkeit erscheint uns unterschiedlich, abhängig davon, ob, wie schnell und in welche Richtung wir uns selbst bewegen. Stellen wir uns vor, wir messen die relative Geschwindigkeit des Autos, das immer mit 100 km/h fährt. Wenn wir am Strassenrand stehen, haben wir 0 km/h und messen entsprechend 100 km/h für das vorbeirasende Auto. Wenn wir uns mit 70 km/h in dieselbe Richtung bewegen, dann überholt uns das Auto mit einer relativen Geschwindigkeit von 30 km/h. Wenn es uns stattdessen entgegenkommt, kreuzt es uns mit 170 km/h.

Physiker der klassischen Ära gingen davon aus, dass dies für alle bewegten Dinge gilt, auch für das Licht. Dass also auch die Lichtgeschwindigkeit relativ zur Geschwindigkeit des Beobachters bzw. des Messapparates sein müsste. Um 1900 wurde durch eine Reihe von Experimenten jedoch klar, dass das Licht eine Geschwindigkeit von fast 300‘000 km/s hat, und zwar unabhängig davon, wie schnell und in welche Richtung sich ein Beobachter bewegt. Das ist so, als würde das Auto, das mit 100 km/h fährt, immer mit einer relativen Geschwindigkeit von 100 km/h an uns vorbeirauschen, ganz egal, ob wir am Strassenrand stehen oder mit 30, 50 oder 70 km/h unterwegs sind – oder sogar in die Gegenrichtung fahren.

Wie konnte sich das Licht so absolut und damit so anders bewegen als alles, was wir kennen? Um dieses Rätsel zu lösen, hat Albert Einstein einen radikalen Schritt vorgeschlagen: Die Geschwindigkeit eines Objekts, so wusste man, hing vom Weg und von der Zeit ab, gemäss der Formel:

Geschwindigkeit = Wegstrecke / Zeit

Bei der Lichtgeschwindigkeit schien sich die Sache aber umgekehrt zu verhalten: Wenn es nur eine absolute, und keine relative Lichtgeschwindigkeit gab, so schloss Einstein, dann musste der Weg sowie die Zeit relativ sein. Einstein schlug also vor, den Raum und die Zeit nicht mehr als die Naturkonstanten zu verstehen, für die man sie seit jeher gehalten hatte. Sondern er stellte die These auf, dass der Raum und die Zeit für unterschiedliche Bezugssysteme unterschiedlich sein mussten. Bewegt sich ein Körper beispielsweise mit hoher Geschwindigkeit, dann müsste ein ruhender Beobachter erstens sehen, dass sich für diesen Körper der Raum verkürzt, also auch der Körper selbst gestaucht wird (sog. Längenkontraktion). Zweitens würde sich für den Körper die Zeit dehnen, seine Uhr ginge also langsamer (sog. Zeitdilatation). Und als dritter Effekt nimmt auch die Masse des beschleunigten Körpers zu (sog. relativistische Massenzunahme). Dies sind die drei Grundsätze, die Albert Einstein in seiner Speziellen Relativitätstheorie vorhergesagt hat, und die später gemessen und somit bestätigt werden konnten.


Veranschaulichung der Längenkontraktion und Zeitdilatation
Veranschaulichung der Längenkontraktion und Zeitdilatation: Für einen ruhenden Beobachter erscheint die beschleunigte Rakete gestaucht und zeitlich verlangsamt (oberes Bild), während für den beschleunigten Beobachter in der Rakete der Raum ausserhalb von ihm verkürzt und zeitlich beschleunigt erscheint (unteres Bild). (31.5.24). Quelle.
Einstein hat seine Spezielle Relativitätstheorie dann zur Allgemeinen Relativitätstheorie erweitert, um die Veränderung von Raum, Zeit und Masse auch unter dem Einfluss der Gravitation zu beschreiben. Die verallgemeinerten Grundsätze lauten entsprechend: Je grösser die Gravitation auf einen Körper einwirkt, desto langsamer verläuft seine Zeit, desto stärker verkürzen sich seine Wege (bzw. sein Raum) und desto massereicher wird er. Aus dieser Erkenntnis entwickelte Einstein eine neue Theorie der Gravitation: Gravitation verstand er nicht mehr, wie in der klassischen Physik angenommen, als eine Kraft, sondern als eine Eigenschaft der Raumzeit. Massen im Raum – oder generell Energien, da laut Einsteins berühmter Formel E = mc2 Energien und Massen äquivalent sind – krümmen die geometrische Struktur des Raumes. Um die Raumzeit zu veranschaulichen, wird oft die Metapher eines aufgespannten Tuches herbeigezogen, in das eine Kugel eingesunken ist: Je schwerer die Kugel, desto tiefer wird die Delle im Tuch, d.h. desto stärker krümmt sich der Raum (vgl. News 4/23). Objekte mit weniger Masse, die in den Bereich der Delle gelangen, werden somit nach innen, zur Kugel hin gezogen.

Visualisierung der Raum(zeit)krümmung
Visualisierung der Raum(zeit)krümmung in zwei (links) und in drei (rechts) Dimensionen. Quellen: bbc-morning-news-update211.blogspot.com (30.5.24) und raumzeit-podcast.de (30.5.24).
Relativistische und seherische Effekte

Diese relativistischen Effekte sind in unserem Alltag zwar wirksam, aber so minim, dass sie keine Rolle spielen. Denn die Geschwindigkeiten und gravitativen Veränderungen, denen wir ausgesetzt sind, sind zu klein, als dass wir ihre Effekte realisieren könnten. Eine Pilotin, die einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit im Flugzeug und damit bei hoher Geschwindigkeit verbringt, altert in ihrem Leben nur den Bruchteil einer Sekunde langsamer als ein Anwalt, der die meiste Zeit sitzt oder geht. Und unser zweiwöchiger Urlaub am Meer – also bei grösserer Schwerkraft – dauert nur den Bruchteil einer Sekunde länger als der zweiwöchige Urlaub in den Bergen. Um die Effekte direkt zu erfahren, müssten wir uns zumindest annähernd mit Lichtgeschwindigkeit bewegen oder uns der Wirkung extrem grosser Massen wie Neutronensternen oder Schwarzen Löchern aussetzen (vgl. News 4/23). Beides ist physikalisch unmöglich. Denn um in die Nähe der Lichtgeschwindigkeit zu gelangen, müssten wir fast unendlich viel Energie aufwenden, da unsere Masse (bzw. diejenige unseres Raumschiffs) bei dieser Geschwindigkeit ebenfalls ins Unendliche anwächst. Und starke Gravitationskräfte würden uns zu Tode reissen und stauchen. Wir werden also nie erfahren, wie die Welt oder das Universum für ein masseloses Teilchen wie ein Photon aussieht, das sich (im Vakuum) mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Doch wir können uns aufgrund von Berechnungen zumindest eine Vorstellung davon machen: Aus relativistischer Sicht würde eine fast lichtschnelle Beobachterin zunächst eine tunnel- bzw. kugelartige Verzerrung des Raumes erfahren. Ihr Ziel käme ihr aufgrund der Längenkontraktion gestaucht entgegen. Und weil das ihr entgegenkommende Licht eine zunehmend kürzere Wellenlänge hat, also „blau-verschoben“ ist (sog. Doppler-Effekt), würde sie vor sich ein intensives helles Licht sehen. Ähnliche Effekte würden sich bei der Annäherung an sehr massereiche Objekte ergeben. Könnten wir tatsächlich Lichtgeschwindigkeit erreichen, oder würden wir in ein Schwarzes Loch fallen, würden sich sämtliche Entfernungen auf null verkürzen und die Zeit stillstehen.

Bewebung mit 95% der Lichtgeschwindigkeit.
Links: So sieht die Tübinger Marktgasse mit Blick in Richtung Stadtmuseum aus, wenn sich eine Person mit 95% der Lichtgeschwindigkeit bewegt. Quelle: tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de. Rechts: Derselbe Ort und dieselbe Geschwindigkeit, aber mit Berücksichtigung des Intensitätseffekts: In Wirklichkeit verzerrt sich nahe Lichtgeschwindigkeit nicht nur der Raum, sondern die Betrachterin würde aufgrund des Doppler-Effekts auch ein helles Licht vor sich sehen. Quelle: tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de (21.5.24).

So gar nicht schwarz: Gemäss dieser relativistischen Simulation einer Reise in ein Schwarzes Loch.
So gar nicht schwarz: Gemäss dieser relativistischen Simulation einer Reise in ein Schwarzes Loch von Andrew Hamilton würde ein Beobachter nach dem Überschreiten des Ereignishorizonts das gebündelte Licht des Universums sehen (vgl. News 4/23). Quellen: youtube.com und jila.colorado.edu (28.5.24).
Ähnliche Raumveränderungen gibt es im Bewusstseinsraum der Leuchtstruktur. Konkret berichtet Nestor von zwei visuellen Effekten, die sich bei sehr hoher Bewusstseinsintensität einstellen: der Zoomeffekt und das Kugelsehen (vgl. Tausin 2006). Der „Zoomeffekt“ geschieht im Moment der intensiven ekstatischen Energieabgabe. Das Licht springt dabei auf eine nähere Bewusstseinsschicht. Das bedeutet, dass die Gegenstände im Bild aufleuchten und dabei näher kommen und grösser erscheinen, d.h. „heranzoomen“. Dieser Effekt lässt sich insofern als eine Verkürzung des Raumes beschreiben, als der Seher dabei einen Weg in der Leuchtstruktur zurücklegt: Er verringert die Distanz zwischen seinem Bewusstsein und seiner Quelle. Der Lichtsprung bringt ausserdem das „Kugelsehen“ mit sich: In den Momenten, in denen das betrachtete Bild näher springt, wölbt es sich zum Seher hin, so als sei es auf einer Kugel aufgezogen. Weniger überraschend ist, dass dabei auch die Zeit gefühlt anders verläuft. Wir können uns das vorstellen wie ein intensives und anregendes Gespräch mit einer Person. Aufgrund der intensiveren Präsenz verläuft die Zeit zwar langsamer, insofern wir, gemäss der Projektionslehre der Seher, mit dieser Energie die Frequenz der „Bilder“ bzw. die Zahl der Lebensmomente erhöhen und damit auch die Zeit ausdehnen. Erst rückblickend scheint die Zeit schneller – zu schnell – vergangen zu sein, da wir Momente voller Lebendigkeit und Bewusstseinsintensität genossen haben.

Darstellung des Zoomeffekts.
Darstellung des Zoomeffekts. Quelle: Floco Tausin.

Gibt es eine Verbindung zwischen den relativistischen physikalischen Effekten und den optischen Effekten des Sehens bei hoher Intensität? In einem der letzten Beiträge habe ich vor dem Hintergrund einer panpsychistischen Sicht argumentiert, dass das Bewusstsein – im seherischen Verständnis eine Leuchtkugel – essentiell nicht verschieden ist von einem Lichtteilchen oder Photon (vgl. News 1/23). Physikalisch gesprochen wäre die Leuchtkugel unseres Bewusstseins also ein Teilchen mit der Energie und der Geschwindigkeit des Lichts. Sofern sie sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, gibt es für sie, wie für ein Photon im Vakuum, weder Distanz noch Zeit. Dies gilt allerdings nur für das „reine Bewusstsein“. Als verkörperte Wesen haben wir ein individuelles Bewusstsein, das sehr viel reicher an Teilchen bzw. an Masse, und damit ärmer an Energie und Geschwindigkeit ist. Im Zuge der Bewusstseinsentwicklung transformieren wir die Massen der drei Körper (physischer, Gefühls- und Gedankenkörper) in Energie und Geschwindigkeit des Bewusstseins. Als „Bewusstseinsenergie“ können wir dabei die Fähigkeit verstehen, durch Abstrahlung (Ekstase) das Bild als Ganzes zu bewegen (Zoomeffekt), während die „Bewusstseinsgeschwindigkeit“ die erwähnte Frequenz ist, in der „Bilder“ oder Lebensmomente erzeugt und projiziert werden, was einer erhöhten Präsenz und damit der Zeitdehnung entspricht. Durch Bewusstseinsentwicklung nähern wir uns also der Energie und der Geschwindigkeit eines Lichtteilchens an – also der Lichtgeschwindigkeit – und sehen unmittelbar die beschriebenen raumüberwindenden wie auch raumkrümmenden Effekte, die Physikerinnen und Physiker für beschleunigte Körper berechnet haben.

Folgen wir dieser Gleichsetzung, dann gibt es auch keinen Unterschied zwischen dem äusseren und dem inneren Raum. Raum ist das, worin sich Bewusstsein bzw. die „Bewusstseinsteilchen“ oder Leuchtkugeln ausdehnen und Strukturen bilden, sei es die Leuchtstruktur, seien es Atome und Moleküle, bis diese in der Form der uns vertrauten Materie erscheinen. Raum erscheint uns zwar unterschiedlich, je nachdem, ob wir „Bewusstsein“ mit unseren Sinnen wahrnehmen, mit unseren Apparaten messen, mit unseren Theorien ausrechnen oder eben mit unserem inneren Sinn sehen. Bei hohen Energien jedoch wird ersichtlich, dass der Raum unmittelbar mit Bewusstsein verbunden ist, ungeachtet dessen, ob wir es berechnen oder sehen: Er krümmt sich zu einem Tunnel, staucht sich zusammen, wölbt sich zu einer Kugel und beginnt zu leuchten. Mit anderen Worten: Je höher die Energien, die wir in die Beobachtung investieren, desto stärker nimmt der Raum die Qualitäten des reinen Bewusstseins, also einer Leuchtkugel, an. Dies würde bedeuten, dass sich der Raum auf ein einziges Bewusstseinsteilchen verdichtet, wo es keine Zeit und keine Ausdehnung mehr gibt. So gesehen ist Raum letztlich identisch mit reinem Bewusstsein.

Literatur/Links:


    - Bahr, Benjamin; Resag, Jörg; Riebe, Kristin (2019): Faszinierende Physik. Ein bebilderter Streifzug vom Universum bis in die Welt der Elementarteilchen. Berlin: Springer
    - Bischof, Marco (2002): Tachyonen, Orgonenergie, Skalarwellen. Feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft. AT Verlag
    - Brüntrup, Godehard; Jaskolla, Ludwig (Hg.) (2017): Panpsychism. Contemporary Perspectives. New York u.a.: Oxford University Press
    - Lichtenegger, Klaus (2015): Schlüsselkonzepte zur Physik. Von den Newton-Axiomen bis zur Hawking-Strahlung. Berlin: Springer
    - Maes, Christian (2023): Facts of Matter and Light. Ten Physics Experiments that Shaped Our Understanding of Nature. Cham: Springer
    - Pauldrach, Adalbert W.A.; Hoffmann, Tadziu (2022): Das Dunkle Universum. Der Wettstreit Dunkler Materie und Dunkler Energie: Ist das Universum zum Sterben geboren? Berlin: Springer
    - Sturm, Gabriele (2000): Wege zum Raum. Methodologische Annäherungen an ein Basiskonzept raumbezogener Wissenschaften. Wiesbaden: Springer
    - Tausin, Floco (2023): Neun Lichter – Die Spitze des Himmels. Marbach: Leuchtstruktur Verlag
    - Tausin, Floco (2010): Mouches Volantes - Die Leuchtstruktur des Bewusstseins. Marbach: Leuchtstruktur Verlag
    - Tausin, Floco (2006): „Mouches Volantes: Bewegliche Kugeln und Fäden aus der Sicht eines Sehers“. Mouches-volantes.com (Mitgliederbereich). mouches-volantes.com (20.5.24)
    - Vaas, Rüdiger (2014): „Die Atome der Raumzeit“. Wissenschaft.de. (16.4.24)
    - „Das kosmologische Prinzip – ist alles überall gleich?“ Urknall, Weltall und das Leben. youtube.com (23.4.24)
    - Das Vakuum als Substanz – Weltbild der Physik (2). Grenzen des Wissens. youtube.com (13.4.24)
    - „Einsteins Relativitätstheorie – Das Geheimnis von Raum und Zeit“ (Doku von Gerald Kargl, D/A 2003). Ernst August. youtube.com (29.5.24)
    - „Journey into a realistic black hole“. Mayseed1. youtube.com (28.5.24)
    - „Raumzeit – Was ist das Nichts?“ Grenzen des Wissens. youtube.com (12.4.24)
    - „Was ist Raum?“ Der Stoff, aus dem der Kosmos ist / Arte (2016). youtube.com (28.4.24)
    - „What would we see if we fell into a black hole?“ ScienceClic English. youtube.com (28.5.24)